Musikverein Endorf e.V

 

Projekt Musikhaus

Probenraumsituation

Seit 1994 hat der Musikverein seinen eigenen Raum beim „Schlachter“ gemietet. Den etwa 70m² großen Raum im 1. Stock konnte sich der Verein in Eigenleistung nach eigenen Bedürfnissen ausbauen. Eine kleine Abstellkammer mit etwa 6m² bietet nur geringe Entlastung bei der Lagerung des seltener gebrauchten Inventars. Uniformen, Noten, nicht in Gebrauch befindliche Instrumente und diverse andere Utensilien werden bei den dafür zuständigen Vereinsmitgliedern zu Hause gelagert.
Ein Raum ist gleichzeitig Probenraum, Unterrichtsraum, Lagerraum und Aufenthaltsraum. Der Treppenaufgang reduziert dazu noch die nutzbare Grundfläche.
Zu besonderen Anlässen, wie Intensivprobentagen, oder wenn zwei Instrumentalunterrichte gleichzeitig stattfinden müssen, erlaubt die Familie Bödefeld die Nutzung des unteren Raums, sofern dieser gerade nicht anderweitig vermietet ist.

 Eine Idee bahnt sich ihren Weg

Was anfangs als belangloses Gespräch ohne den Anspruch auf Ernsthaftigkeit begann, nimmt nun Formen an.
Auch wenn der Probenraum beim „Schlachter“ lange Jahre eine guteVereinsarbeit ermöglichte und mitdiesem Raum auch viele Erinnerungen undEmotionen verbunden sind: Aufgrund der positiven Vereinsentwicklung muss sich etwas ändern.
Die Planung eines Neubaus bringt zunächst erste Erkenntnisse über den Umfang eines Projektes, bei dem für die Vereinsarbeit optimale Bedingungen geschaffen werden können. In diese Planungsfase fällt zunächst die Anfrage, ob der Musikverein sich Räumlichkeiten im „Stracken Hof“ einrichten wolle. Die gründliche Besichtigung und Prüfung der dortigen Gegebenheiten ergaben, dass diese Option für einen Musikbetrieb des Musikvereins nicht herzurichten ist. Außerdem trat dann der Vorstand der Genossenschaft an den Musikverein heran mit der Anfrage, ob Interesse an der Übernahme des Genossenschaftsgebäudes bestehe. Die eingehende Prüfung ergab, dass dieses Gebäude geeignet ist. Nach eineinhalbjährigen Wartens auf den Verkauf des Gebäudes unterlag der Musikverein dann im Bieterwettbewerb gegen einen örtlichen Industriebetrieb. Schade, denn die räumliche Nähe von Musikheim, Kirche, Feuerwehr, Museum, Stracken Hof, Dorfplatz und Sportplatz hätte sicher zur Belebung des Dorflebens beigetragen.Auf Grund dieser Entwicklung hielten wir unterschiedliche Angebote aus der Dorfgemeinschaft diverse Räumlichkeiten umbauen und für unsere Zwecke nutzen zu können, z.B. dass Pfarrheim, einen Teil der Schützenhalle oder die Nutzung des kompletten Gebäudes "Beim Schlachter". Nach Prüfung aller Angebote, konnte jedoch keine wirkliche optimale Nutzung eines dieser existierenden Gebäude erkannt werden.
Eine genauere Analyse und Diskussion zur Nutzungsmöglichkeiten des Schulgebäudes kam für den Musikverein nicht in Frage, da zum Zeitpunkt der Entscheidung für eine neues Domizil des Musikvereins der Schulbetrieb in Endorf im vollen Gange war. Ein schlüssiges Nutzungskonzept der Schulräumlickeiten erscheint zudem aufgrund der baulichen Gegebenheiten, der Gesamtgröße und der Eigentumsverhältnisse in Zusammenhang mit den zu erwartenden Restnutzungs- und Entscheidungsfristen mehr als fraglich.

 Das neue Musikheim

Nach reiflichen Überlegungen unter Abwägung aller vorliegenden Fakten hat sich der Musikverein für einen Neubau entschieden. Er ermöglicht im Vergleich zu Umbau ein optimiertes Verhältnis von eingesetzten Mitteln zu benötigten Räumlichkeiten. Man baut nur so groß wie nötig, optimale Raumaufteilung, optimaler zeitgemäßer Wärme- und Schallschutz, alles ebenerdig, ausreichend Parkplätze. Es können alle Vorschriften für ein solches Gebäude optimal eingehalten werden.

Das neue Musikheim bietet optimale Bedingungen für

  • Probenarbeit

  • Jugendarbeit

  • Instrumentalunterricht

  • Lagerung des Inventars

  • Verwaltung des Notenarchivs

  • Vereinsleben

  • Besondere Veranstaltungen wie Proben des Projektorchesters oder Intensivausbildungstage

Das äußere Erscheinungsbild soll eine Bereicherung im Ortsbild sein. Das Gebäude, welches auf der Fläche des Spielplatzes im Anfangsbereich „Roseneck“ seine Platz findet, hat ein Giebeldach und partiell ein dekoratives Fachwerk. Die Außenfenster und –türen sollen neben ihrer Funktionalität das Haus auch optisch aufwerten. Der Spielplatz verschwindet nicht, er wird neben das Musikheim verlegt.